Diese Website verwendet Cookies.
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Weitere Infos zu unseren Datenschutzbestimmungen finden Sie hier.

Aktuelles:

Ein neues Gradierwerk für Bad Schmiedeberg

Stadtchronist Lutz Fritzsche hat unzählige Akten, Dokumente und Bücher zur Geschichte (Bad) Dübens in seinem Büro. Durch Zufall kam er nun an einen Film, der die Stadt im Jahr 1929 zeigt. Foto: (Wsp) Phillipp

Deddo Lehmann, Geschäftsführer der Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg Kur-GmbH und Kurdirektor, zeigt, wo im kleinen Kurpark das Gradierwerk errichtet werden soll. Recht hinter ihm beginnt der Schwanenteich. Foto: (Wsp) Nyari

(Bad Schmiedeberg/Wsp/ny). Am 18. Dezember des vergangenen Jahres fiel der Startschuss für ein ehrgeiziges Investitionsvorhaben in Bad Schmiedeberg, denn an jenem Tag erhielt das Eisenmoorbad die Fördermittelzusage von der Investitionsbank Sachsen-Anhalts. Der hübsche kleine Kurort im Herzen der Dübener Heide darf sich bereits offiziell Moorheilbad, Mineralheilbad und Kneippheilbad nennen. Doch mit seinem neuen Vorhaben betritt das Bad Schmiedeberger Unternehmen salzigen Boden, denn das Kernstück der Baummaßnahmen bildet ein Gradierwerk.
Ja, richtig gelesen! Derartige Bauwerke kennt man im mitteldeutschen Raum aus Bad Kösen, Bad Dürrenberg und Bad Salzelmen/Schönebeck. Die Längen der imposanten Bauwerke beträgt in den drei Kurstädten zwischen 300 und 600 Meter – nun also auch Bad Schmiedeberg. Doch wie Deddo Lehmann erklärt, wird das hiesige Gradierwerk mit knapp 40 Metern Länge wesentlich kleiner. Dennoch werde es dazu beitragen, die „Attraktivität der kurörtlichen Infrastruktur“ zu erhöhen, ist sich der Kurdirektor sicher. Zum einen kommt es durch die außergewöhnliche Bauwerkskonstruktion zu einer Aufwertung im kleinen Kurpark, der sich neben dem Schwanenteich befindet. Außerdem verspricht man sich eine Verbesserung der Luftqualität und des Bioklimas, was einem Heilbad immer gut zu Gesicht steht.
Im Februar wurden zunächst einige Bäume gefällt. Die Gründungsarbeiten für das fünf Meter hohe Gradierwerk sollen im Sommer beginnen, dem sich die Errichtung der typischen Holzkonstruktion anschließt. Das Ganze wird typischerweise mit Schwarzdornreisern – auch bekannt als Schlehe – gefüllt. So kann dann das salzhaltige Wasser über die Zweige langsam nach unten tröpfeln. Dabei kommt es zur sogenannten Verrieselung von Sole, was im näheren Umfeld zu einer salzhaltigen Luft führen soll. Insbesondere werden Menschen mit Erkrankungen der Haut und Atemwege davon profitieren können. „Diese neue Gesundheitsattraktion wird Kurgästen, Patienten, Touristen und natürlich auch den Einwohnern von Stadt und Region unentgeltlich zur Verfügung stehen“, versichert Deddo Lehmann.
Doch nicht nur das Gradierwerk sorgt für Veränderungen im Kurviertel. Auch das hintere Umfeld des Schwanenteichs soll unter anderem mit neuer Wegeführung umgestaltet werden. Es entstehen neue Sitzbereiche und im stadtbildprägenden Teich soll es neben der bekannten Fontäne zukünftig weitere Wasserspiele geben. Diese zusätzliche Attraktion, die in den Abendstunden sogar beleuchtet werden kann, wird mit Sicherheit die Blicke auf sich ziehen. Auch der Eingang zum Kurpark, der sich links neben dem Kurmittelhaus befindet, erfährt eine Neugestaltung. Neue Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein und Informationstafeln sollen auf Attraktionen im Kurpark hinweisen.
Die Gesamtinvestition von Gradierwerkbau und Umgestaltung der genannten Außenanlagen belaufen sich auf zirka 1,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen.