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Bad Düben spricht sich für zweites Vorranggebiet aus

von Kevin Phillipp

Bad Düben spricht sich für zweites Vorranggebiet aus

Die Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind Dübener Heide“ organisierte im Vorfeld der Stadtratssitzung eine Protestveranstaltung vor dem Bad Dübener Rathaus.
Foto: St. Blachnitzki

(Bad Düben/Wsp/kp). Als Träger öffentlicher Belange hat die Stadt Bad Düben nun ihre Stellungnahme zum 2. Entwurf der „Teilfortschreibung Erneuerbare Energien“ abgegeben. Konkret geht es um die geplanten Vorranggebiete für Windenergie im Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen. Der kommunale Standpunkt wurde mit dem Stadtrat abgestimmt. Dieser folgte dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig bei einer Enthaltung. Wie bereits im Vorfeld berichtet, spricht sich die Kurstadt – gemeinsam mit der Gemeinde Schönwölkau – für die Wiederaufnahme des zuletzt weggefallenen Gebiets zwischen Badrina und Brösen aus.
„Wir verfolgen die Strategie, selbst zu bestimmen, wo in unserem Gebiet Windräder gebaut werden dürfen. Dabei denken wir bereits bis 2032, wenn das Zwei-Prozent-Flächenziel erreicht werden soll“, begründete Bürgermeisterin Astrid Münster (WBD). Dafür eigne sich das Gebiet bei Brösen besonders aufgrund der landwirtschaftlich schlecht nutzbaren Böden, der Nähe zur kommenden Freiflächen-Photovoltaikanlage und der großen Entfernung zu vorhandenen Siedlungsstrukturen.
Die Bad Dübener Ratssitzung wurde begleitet von einer Protestaktion der Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind Dübener Heide“. Deren Mitglieder kämpfen dafür, dass im Naturpark kein (weiterer) Windpark entsteht. Zuletzt feierten die Mitglieder einen Teilerfolg, als sich der Regionale Planungsverband auf anhaltischer Seite von sämtlichen Planungen in der Gemeinde Muldestausee verabschiedete.
Wie geht es weiter mit dem Gebiet bei Brösen? Münster antwortete auf Bedenken zum Umweltschutz: „Vor dem Bau wird es ein Bebauungsplanverfahren geben und in diesem Zuge eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Wenn dies negativ beschieden wird, wird auch kein Windrad gebaut.

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